Meanings
East · German · regionalA stone (to be found at the coasts of the Baltic Sea) with generally one, but at times several, naturally formed holes (usually used as amulet, talisman or mascot) being in most cases a flint nodule whose chalk deposits are washed out or weathered; self-bored stone, ≈ adder stone
Ein Hühnergott – das ist ein Meeressteinchen mit einem kleinen Loch. Man sagt, die Krimtataren hätten geglaubt, daß ein solches Steinchen, mit einem Faden an die Hühnerstange gehängt, das Federvieh zu verbesserter Legetätigkeit ansporne. Daher auch der Name Hühnergott. Später kam der Glaube hinzu, ein Hühnergott bringe auch den Menschen Glück. Mir scheint, ein bißchen glaubt jeder an solche Glücksbringer: die einen mit kindlich-vertrauensseliger Offenheit, die anderen heimlich, mit mürrischer Verbissenheit. Ich glaube heimlich daran. Immer wenn ich am Meer war, wünschte ich mir sehr, einen Hühnergott zu finden, aber in diesem Sommer ganz besonders.A self-bored stone – that is a small stone found by the sea with a little hole [in it]. It is said of the Crimean Tatars that they had believed such a small stone, hung up on a hen roost by a thread, would spur the poultry on to improved laying activity. Thus the [self-bored stone′s local] name “hen′s god”. Later the belief additionally arose that self-bored stones would bring people good luck. It appears to me that everyone believes in such lucky charms: some with childlike-credulous openness, others privily, with grumpy doggedness. I privily believe in it. Every time I had been by the sea I wished so hard to find a self-bored stone, but especially in this summer.
regionaladder stone adderstone ), snake stone snakestone ); hag stone hagstone ), serpent’s egg; snake’s egg; witch stone witchstone )
„Ein Hühnergott – das ist ein Meeressteinchen mit einem kleinen Loch. Man sagt, die Krimtataren hätten geglaubt, daß ein solches Steinchen, mit einem Faden an die Hühnerstange gehängt, das Federvieh zu verbesserter Legetätigkeit ansporne. Daher auch der Name Hühnergott. Später kam der Glaube hinzu, ein Hühnergott bringe auch den Menschen Glück. Mir scheint, ein bißchen glaubt jeder an solche Glücksbringer: die einen mit kindlich-vertrauensseliger Offenheit, die anderen heimlich, mit mürrischer Verbissenheit. Ich glaube heimlich daran. Immer wenn ich am Meer war, wünschte ich mir sehr, einen Hühnergott zu finden, aber in diesem Sommer ganz besonders.“